Artikel: Shades of Gold

Feingold und gängige Legierungen in der Schmuckbranche
Legierungen
Da die meisten Edelmetalle in ihrer reinen Form z.B. als Feingold oder Feinsilber für die Verarbeitung in Schmuckstücken zu weich sind, und damit nicht stabil und beständig genug sind, haben sich im Goldschmiedehandwerk Legierungen etabliert. D.h. dem jeweiligen Feinmetall werden in einem Schmelzvorgang andere Metalle hinzugemischt, die die Eigenschaften des Grundmetalls verändern. Das neu-entstandene Metall ist eine homogene Mischung aller Stoffe und bietet verbesserte Eigenheiten für die Verarbeitung und eine erhöhte Beständigkeit der gefertigten Unikate.
Feingehalt
Als Feingehalt bezeichnet man den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung, angegeben in Bezug auf tausend Teile (Promille) des Gesamtgewichts. Diese Art der Angabe gilt heute als Standart in der Schmuckindustrie. Feingold würde per Definition mit 1000 Promille ausgezeichnet. Da diese vollkommene Reinheit in der Realität nicht vorkommt, wird die reinste Form von Feingold mit 999/°°° gekennzeichnet.
Neben der Promille-Angabe gibt es auch die Auszeichnung des Feingehalts in Karat. Um die Reinheit von Gold anzugeben wird das Karat in der Regel mit K abgekürzt. Wird das Karat als metriche Gewichtseinheit bei Edelsteien angewendet, kürzt man überlicherweise mit ct ab. Der Feingehalt einer Schmucklegierung wird im Karat in 24stel Anteilen angegeben. In dem Fall stehen 24 K für reines Gold.
(Wichtig: Bei Diamanten und Edelsteinen bezeichnet ein Karate das absolute Gewichtsmaß. Hier enspricht 1 Karat exakt 0,2 Gramm. Ein Diamant mit 5 Karat wiegt demzufolge genau 1 Gramm.)
Aus den vorangegangenen Definitionen ergeben sich zum Beispiel die folgenden, am häufigsten verarbeiteten Gold-Legierungen in der Goldschmiedewerkstatt oder der Schmuckindustrie für hochwertigen Schmuck:
- 750er = 750 Teile von 1000 sind reines Gold , 250 Teile Zusatzmetall
- 18 K= 18 Anteile Gold und 6 Anteile Zusatzmetall
- 585er = 585 Teile von Tausen sind reines Gold, 415 Teile Zusatzmetall
- 14 K=14 Anteile Gold und 10 Anteile Zusatzmetalle
Gelbgold -
Dies ist die wohl traditionellste und beliebteste Form von Gold. Sie zeichnet sich durch einen satten, warmen, edlen Farbton aus, der seit Jahrhunderten das Symbol für Reichtum und Prestige ist. Seine klassische Farbe wird durch die Mischung von reinem Gold mit Zusatzmetallen wie Kupfer und Silber erreicht. Je mehr Silber in der Zusammensetzung enthalten ist, desto Heller wird der Gelbton. 750er Gelbgold ist demensprechend satter im Gelbton als eine 585er Gelbgoldlegierung. Darüberhinaus zeichnen sich die Legierungen durch besondere Eigenschaften für die Schmuckherstellung aus; z.B. durch eine höhere Härte, die eine erhöhte Langlebigkeit beim Tragen der fertigen Stücke garantiert.
Weißgold -
Weißgold ist eine Legierung, die aus Gold und anderen Metallen besteht, um ihm seine helle, silberähnliche Farbe zu verleihen. Typischerweise werden Metalle wie Silber, Palladium oder Nickel in Kombination mit Gold verwendet, um Weißgold herzustellen. Die genaue Zusammensetzung ist von Hersteller zu Hersteller verschieden. Weißgold bietet eine moderne Alternative zum klassischen Gelbgold. Allerdings wird der sehr helle Weißglanz, den viele Menschen dem Weißgold typischerweise zuschreiben, erst durch eine zusätzliche Rhodium-Beschichtung in der Galvanik erzielt.
Rotgold und Roségold -
Beide Legierungen haben in den letzen Jahren wieder an Beliebtheit und Bedeutung gewonnen. Ein höherer oder geringerer Kupferanteil in der Legierung bestimmt die Sättigung des Rottons in den unterschiedlichen Nuancen.
Sterlingsilber - 925
925er-Silber, das sogenannte Sterlingsilber ist die meistverbreiteste Silberlegierung, die in der Schmuckherstellung verarbeitet wird. Diese Legierung besteht bei 1000 Teilen aus 925/°°° Feinsilber und die restlichen 75/°°° werden in Kupfer zugesetzt. Sterlingsilber bietet eine optimale Verbindung von Eigenschaften für das Schmuckhandwerk.











